DIE KUNST DER PARISER SALONS. Das Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay
In der für die Albertina Ausstellung Archiv der Träume aus dem Musée d'Orsay getroffenen Auswahl finden sich wichtige Stilrichtungen des 19. Jahrhunderts wie Historismus und Realismus, Impressionismus, Neoimpressionismus und Symbolismus, Karikatur und Salonmalerei.
In Frankreich, so Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, bildete die Salonmalerei mit ihrer historisierend-mythologischen Themenwahl und ihrer klassizistisch-akademischen Malweise den Hintergrund, vor dem sich die künstlerische Moderne in Opposition zu ihr entwickelte. Seit dem 17. Jahrhundert waren die Salons mit ihren jährlichen Ausstellungen - wie die heutigen Kunstmessen - die Bühne für aufstrebende oder bereits etablierte Künstler, die bei Jury und Publikum bejubelt oder gnadenlos verrissen werden konnten.
Viele später bekannte Maler, die bei diesen Salons zurückgewiesen wurden, gründeten in Opposition dazu Gegenveranstaltungen, etwa den Salon der réfusés (Zurückgewiesenen), die für die Entwicklung der Avantgarde maßgeblich wurden. (Text: Cem Angeli)
Das könnte Sie auch interessieren

ARAKI. "Ich-Fotografie" in der Albertina Modern
7. Juni 2021
THE 80S. Die Kunst der 80er Jahre
22. Oktober 2021
STRABAG ARTAWARD INTERNATIONAL 2022. Preisverleihung und Präsentation in der STRABAG Artlounge
27. Juni 2022
RAPHAEL RENAUD. Tumult und Stille
27. April 2020
ART IN THE MAKING. Albertina Chefkonservatorin Eva Glück im Gespräch mit Ofer Lellouche
13. Dezember 2023
EIN WEGWEISER DURCH ZEITGENÖSSISCHE ABSTRAKTE MALEREI. Sean Scully, gemalte Geometrie und Neo-Konstruktivismus
17. Oktober 2017
KRIS MARTIN. Festum II
20. Juli 2012